Das kleine Städtchen Kastellaun im Hunsrück ist sicher nicht gerade eine Weltmetropole. Mit ihren nicht viel mehr als 5000 Einwohnern mag sie auf den einen oder anderen Großstädter wie ein kleines Dörfchen wirken, in dem es kaum etwas zu sehen gibt. Doch wer sich einmal nach Kastellaun verirrt und sich ein bisschen auf die Stadt einlässt, der wird schnell merken, dass Kastellaun einen ganz besonderen Charme hat und für einen ruhigen Urlaub im Hunsrück wirklich gut geeignet ist.
In Kastellaun ist die Zeit nicht stehen geblieben, aber man beeilt sich auch nicht ganz so sehr, altbewährtes abzuschaffen. Gemütliche Fachwerkhäuser, Bruchstein und Schiefer prägen die Stadt und vermitteln einen Eindruck von Ruhe und Frieden. Diese Atmosphäre gepaart mit der wunderschönen Umgebung und der teilweise fast völlig unberührten Natur bieten ideale Vorraussetzungen für einen gelungenen Urlaub mit viel Natur, Ruhe und frischer Luft und wenig Stress, Hektik und Lärm.
Neben herrlicher Natur ist Kastellaun als Ort für einen Urlaub im Hunsrück vor allem deshalb so attraktiv, weil es hier auch in Sachen historischer Bauwerke einiges zu sehen gibt. So ist für Kirchen-Interessierte die Evangelische Kirche ein absolutes Muss. Bereits im 13. Jahrhundert erbaut ist sie ein beeindruckendes Beispiel mittelalterlichen Baustils. Ebenfalls überaus sehenswert sind zwei Grabdenkmale am Ostende der Kirche. Begraben liegen dort der Graf Simon II von Sponheim-Bad Kreuuznach und seine Frau Elisabeth, eine einstige Valkenburg. Auch andere hunderte Jahre alte Grabmäler sind dort zu finden.
Noch beeindruckender ist die Burg Kastellaun, die ihren Platz mitten im Zentrum der Stadt findet. Auf einem emporragenden Felsen wurde sie im 12. Jahrhundert erbaut, musste den vielen Jahren, in denen sie Wind und Wetter ausgesetzt war, aber Tribut zollen. Aufwändigen Erhaltungsarbeiten Anfang der 90er Jahre ist es zu verdanken, dass man sich heute wieder einen guten Eindruck der einstigen Größe der Burg machen kann.
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Kastellaun im Hunsrück
Freitag, 03. Dezember 2010Urlaub beim Schinderhannes – Simmern im Hunsrück
Mittwoch, 30. Juni 2010Das kleine Städtchen Simmern liegt inmitten des Hunsrücks, einem Teil des Rheinischen Schiefergebirges, in der sogenannten Simmerner Mulde. Um die 8000 Einwohner kleine Stadt fließen Rhein, Mosel und Nahe durch eine malerische Landschaft aus Tälern und Bergen. Während der alte Stadtkern mitten im Simmerbachtal liegt, erstrecken sich die neueren Stadteile mittlerweile auch über die umliegenden Erhebungen. Im Osten der Stadt liegt ein schönes Naherholungsgebiet mit dem Simmersee, der eigens dafür angelegt wurde, während der Süden der Stadt mit den Anfängen des Mittelgebirgszugs Soonwald eine tolle Kulisse bietet.
Unternehmungen
Trotz seiner überschaubaren Größe ist das Städtchen gut als Ferienort geeignet und hat gerade für Familien eine Menge zu bieten. Neben einem Freizeitbad gibt es dort auch ein schönes Naturfreibad und bei schlechtem Wetter ist das „Dschungeldorf“, eine Indoor-Erlebniswelt für Kinder, eine gute Alternative. Außerdem bietet Simmern für Jugendliche einen Skaterpark, ein Jugendcafé sowie ein Kino.
Beginnend am Stadtrand Simmerns, kann man mit dem Rad über den Schinderhannesweg durch das Kütztal in Richtung Emmelshausen fahren, oder auch Richtung Süden über den Schinderhannes-Soonwald-Radweg zum Soonwald.
Seit 2007 werden in Simmern die „Schinderhannesfestspiele“ veranstaltet, wobei jedes Jahr ein anderes Stück aufgeführt wird. Schinderhannes, der in Simmern für viele Dinge als Namensgeber dient, war übrigens ein Räuberhauptmann, der durch seinen abenteuerlichen Ausbruch 1799 aus dem ehemaligen Pulverturm der Stadt bekannt wurde.
Sehenswürdigkeiten
Wer nach Simmern kommt, muss auf jeden Fall den Schinderhannesturm besuchen, in denen früher zwei Räuber, die man Schinderhannes und Schwarzer Peter nannte, gefangen gehalten wurden und die von dort ausgebrochen sind.
Sehenswert sind auch die Deckenfresken in der barocken St. Josephskirche aus dem 18. Jahrhundert und die spätgotische Stephanskirche.