Ein Hunsrück-Urlaub ist vor allem für Naturfreunde und diejenigen, für die zu einem gelungenen Urlaub auch ein bisschen Kultur gehört, die richtige Wahl. Wunderbare Landschaften sind gespickt mit tollen historischen Bauten, alten Bergwerken und vielen spannenden kulturellen Angeboten. Aus den vielen beeindruckenden, umfassend restaurierten oder erstaunlich gut erhaltenen Burgen und Schlössern eine Top-Liste aufzustellen, ist fast nicht möglich, da jedes der alten Gemäuer seinen eigenen Charme hat und mit ganz eigenen Besonderheit begeistert.
Eines der vielen sehenswerten Bauwerke in der Hunsrücker Gegend ist die Burgruine Sponheim. Wie der Name schon sagt, ist heute leider nur noch eine Ruine erhalten, doch, was von der einstigen Burg übrig geblieben ist, ist wahrlich beeindruckend und so sollten Sie für den Besuch der Burgruine Sponheim mehr Zeit als nur einen kurzen Abstecher bei einer Wanderung einplanen.
Urkundlich erwähnt ist die Burg erstmals im Jahr 1127, doch es gibt Hinweise, dass die Burg bereits im 11. Jahrhundert erbaut wurde, also schon fast 1000 Jahre alt ist. Bedenkt man dieses Alter, bekommen die massigen Ruinen, die ein sehr konkretes Bild von der damaligen Burg erlauben, eine besonders ehrwürdige Aura. Die Geschichte der Burg ist belebt. Einst residierten in ihr die mächtigsten Grafengeschlechter, die im 12. Jahrhundert auch einen prächtigen Ausbau der Burg in Auftrag gaben. Als Stammsitz fungierte die Burg aber nur kurzzeitig und wurde schon bald zum Witwensitz und noch später zur Ganerbenburg umfunktioniert. Gräfliche Ministerialen bewohnten die Burg Sponheim in der Folgezeit und aus Urkunden geht hervor, dass die Burg in dieser Zeit über eine eigene Burgkapelle verfügt haben muss.
Nachdem die Burg im 15. Jahrhundert mehrfach den Besitzer gewechselt hatte, wurde sie im 30 jährigen Krieg unter dem spanischen General Spinola schlimm verwüstet und beinahe vollkommen zerstört. Umso beeindruckender ist der hervorragende Zustand des Wohnturmes, in dessen Innerem die aufwendigen Fenster ebenso gut erhalten sind wie Kamin und Abort.
Beim Erkunden der Ruine inmitten schönster Natur kann man sich richtig vorstellen, wie dort im hohen Mittelalter der Prunk regierte, doch ebenso deutlich sind auch die Spuren des Krieges, die vom einstigen Glanz und Pomp der Burg nicht viel übrig ließ.