Urlaub beim Schinderhannes – Simmern im Hunsrück

30. Juni 2010

Das kleine Städtchen Simmern liegt inmitten des Hunsrücks, einem Teil des Rheinischen Schiefergebirges, in der sogenannten Simmerner Mulde. Um die 8000 Einwohner kleine Stadt fließen Rhein, Mosel und Nahe durch eine malerische Landschaft aus Tälern und Bergen. Während der alte Stadtkern mitten im Simmerbachtal liegt, erstrecken sich die neueren Stadteile mittlerweile auch über die umliegenden Erhebungen. Im Osten der Stadt liegt ein schönes Naherholungsgebiet mit dem Simmersee, der eigens dafür angelegt wurde, während der Süden der Stadt mit den Anfängen des Mittelgebirgszugs Soonwald eine tolle Kulisse bietet.

Unternehmungen

Trotz seiner überschaubaren Größe ist das Städtchen gut als Ferienort geeignet und hat gerade für Familien eine Menge zu bieten. Neben einem Freizeitbad gibt es dort auch ein schönes Naturfreibad und bei schlechtem Wetter ist das „Dschungeldorf“, eine Indoor-Erlebniswelt für Kinder, eine gute Alternative. Außerdem bietet Simmern für Jugendliche einen Skaterpark, ein Jugendcafé sowie ein Kino.
Beginnend am Stadtrand Simmerns, kann man mit dem Rad über den Schinderhannesweg durch das Kütztal in Richtung Emmelshausen fahren, oder auch Richtung Süden über den Schinderhannes-Soonwald-Radweg zum Soonwald.
Seit 2007 werden in Simmern die „Schinderhannesfestspiele“ veranstaltet, wobei jedes Jahr ein anderes Stück aufgeführt wird. Schinderhannes, der in Simmern für viele Dinge als Namensgeber dient, war übrigens ein Räuberhauptmann, der durch seinen abenteuerlichen Ausbruch 1799 aus dem ehemaligen Pulverturm der Stadt bekannt wurde.

Sehenswürdigkeiten

Wer nach Simmern kommt, muss auf jeden Fall den Schinderhannesturm besuchen, in denen früher zwei Räuber, die man Schinderhannes und Schwarzer Peter nannte, gefangen gehalten wurden und die von dort ausgebrochen sind.
Sehenswert sind auch die Deckenfresken in der barocken St. Josephskirche aus dem 18. Jahrhundert und die spätgotische Stephanskirche.

Es gibt viel zu sehen im Hunsrück

19. November 2009

Der Hunsrück ist DAS Urlaubsziel schlechthin in meiner Familie und so habe ich bereits zahlreiche Urlaube dort verbracht. Gewohnt haben wir immer in einer Ferienwohnung in Sulzbach – einem ziemlich kleinen, aber gemütlichen, Nest in der Nähe von Rhaunen. Das schöne ist, das der Ort genau in der Mitte des Hunsrücks liegt und man von dort aus viele Ausflüge unternehmen kann. Ohnehin ist das ein großer Vorteil, den ein Urlaub im Hunsrück mit sich bringt: Es gibt viele schöne Möglichkeiten zur Freizeitbeschäftigung in der direkten Umgebung. Als erstes fällt mir da natürlich das Wandern ein. Was hab ich mich als Kind über die vielen Spaziergänge geärgert. Heute finde ich’s ganz schön ;) Und es muss ja nicht gleich der Tagesmarsch durch die Hunsrücker Hügellandschaft sein, ein gemütlicher Spaziergang durch Wiesen und Felder tut’s auch!
Um Langeweile zu vermeiden haben wir regelmäßig Touren in die umliegenden Städte unternommen. Sehenswert ist zum Beispiel die Edelsteinstadt Idar-Oberstein. Auf einem Stadtbummel begegnen einem an jeder Ecke Händler, die wunderschöne Steine verschiedenster Art anbieten. Interessant ist auch ein Besuch im Deutschen Edelsteinmuseum. Das schönste überhaupt an Idar-Oberstein ist jedoch die Felsenkirche, die eingeschlagen in einen Felsen über der Stadt thront. Es braucht jedoch etwas Kondition um den Felsen zu Fuß über den Treppenaufgang zu erklimmen. Dafür wird man mit einer wirklich schönen Aussicht belohnt wenn man oben angekommen ist.
Interessant ist auch ein Besuch der Flugzeugausstellung in Hermeskeil. Dort steht eine waschechte Concorde auf dem Rollfeld, in der sogar ein Cafe eröffnet wurde. Mein technik-begeisterter Bruder war dort kaum rauszukriegen. ;)
Schönes Wetter braucht man für meine Lieblings-Freizeit-Beschäftigung im Hunsrückurlaub: eine Rundfahrt auf der Mosel – sehr entspannend. Als Ausgangspunkt eignen sich am besten Bernkastel-Kues und Traben-Trarbach. In Bernkastel kann man auch noch einen Bummel durch die wunderschöne Altstadt anschließen. Schmale Häuser mit tollen Fassaden (teilweise im Fachwerkstil) bilden ein wirklich schönes Ambiente.
Leider war ich noch nie im Winter im Hunsrück sodass ich keine Tipps für die kalte Jahreszeit geben kann. Aber vielleicht mag der ein oder andere einen meiner Tipps berücksichtigen und dann hier davon berichten.